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Basilikum -
ein aromatischer Klassiker
Basilikum gehört zu den bekanntesten Küchenkräutern und stammt ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Asiens.
Es wird aufgrund seines aromatischen Duftes und der zahlreichen Sorten weltweit als Gewürz- und Heilpflanze kultiviert.
Beschreibung:
Basilikum ist eine aromatische, krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler(Lamiaceae).
Die Pflanze hat weiche, meist grüne Blätter, die je nach Sorte auch violett sein können, wächst buschig und erreicht eine Höhe von etwa 20 bis 60 cm.
Basilikum blüht im Sommer und bildet kleine, weiße bis rosafarbene Lippenblüten aus.
Geschmacklich zeichnet sich Basilikum durch ein intensives, leicht süßliches Aroma mit einer würzigen, pfeffrigen Note aus und findet häufig Verwendung in der mediterranen und asiatischen Küche.
Basilikum bevorzugt einen warmen, sonnigen Standort und durchlässige, nährstoffreiche Erde.
Die Pflanze ist frostempfindlich und wird in gemäßigten Klimazonen meist einjährig kultiviert und kann im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon gezogen werden.
Verwechslungsgefahr:
Durch ihren intensiv, aromatischen Geruch und ihrer typischen Wuchsform keine.
Basilikum wird häufig kultiviert und wächst im mitteleuropäischen Raum (Deutschland, Österreich..) nicht wild oder verwildert.
In anderen Ländern, die ein deutlich wärmeres Klima haben, wie z.B. Südostasien(Sri Lanka und Thailand), Tropen und Subtropen (In den Gebieten von Afrika, besonders in Äthiopien), Indische Subkontinente (Besonders Indien, Sri Lanka und Thailand) oder aber auch im südlichen Italien (z.B. Sizilien oder Kalabrien) findet man Basilikum auch wild, wenn es auch dort häufig eher extra angebaut wird.
Blütezeit & Wachstum:
Basilikum bevorzugt warme, sonnige Standorte und wächst besonders kräftig während der Sommermonate. Die Blütezeit liegt meist zwischen Juni und September.
Wichtig: Basilikum reagiert empfindlich gegenüber Kälte, Schimmelbildung, sowie Platzmangel im Topf
Wirk- und Inhaltsstoffe
Ätherische Öle:
Eugenol
-> Antibakteriell, entzündungshemmend, leicht schmerzlindernd
Estragol
-> Verdauungsfördernd, aber in hohen Mengen potenziell leberschädigend
Linalool
-> Entspannend, beruhigend, antibakteriell
1,8-Cineol (Eukalyptol)
-> Unterstützt Atemwege, schleimlösend
Methylcinnamat
-> Antioxidativ, schmerzstillend
Campher
-> Kreislaufanregend, schleimlösend
Polyphenole & Flavonoide
Apigenin
-> Antioxidativ, entzündungshemmend
Luteolin
-> Stärkt das Immunsystem, schützt Zellen
Quercetin
-> Antiallergen, entzündungshemmend
Kaempferol
-> Herz-Kreislauf-schützend
Gerbstoffe & Bitterstoffe
Tannine
-> Antibakteriell, adstringierend (zusammenziehend), gut für die Verdauung
Bitterstoffe
-> Regen die Magensaftproduktion an, verdauungsfördernd
Wirkung auf die Gesundheit:
Verdauungsfördernd
-> Kann Blähungen lindern und die Magensäureproduktion regulieren.
Entzündungshemmend
->Die enthaltenen Antioxidantien schützen Zellen und können entzündliche Prozesse reduzieren.
Antibakteriell
-> Wirkt gegen bestimmte Bakterien und kann helfen, Infektionen vorzubeugen.
Beruhigend & stresslindernd
-> Die ätherischen Öle wirken entspannend und können Nervosität reduzieren.
Blutzuckerregulierend
-> Basilikum kann helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
Vitamine & Mineralstoffe:
Vitamin A (Beta-Carotin)
-> gut für die Sehkraft, Haut und Zellschutz
Vitamin C
->unterstützt das Immunsystem und wirkt antioxidativ
Vitamin K
->wichtig für die Blutgerinnung und Knochengesundheit
B-Vitamine (B1, B2, B6, Folsäure)
-> für den Stoffwechsel und das Nervensystem
Mineralstoffe & Spurenelemente:
Kalzium
->stärkt Knochen und Zähne
Magnesium
-> wichtig für Muskeln und Nerven
Kalium
-> unterstützt den Flüssigkeitshaushalt und die Herztätigkeit
Eisen
-> wichtig für die Blutbildung
Zink
-> stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung
Verwendung als Futterpflanze:
Geeignete Pflanzenteile:
Besonders geeignet zur Verfütterung sind frische Blätter, Blüten sowie junge Triebspitzen. Samen können ebenfalls angeboten werden, werden jedoch eher selten genutzt.
Hinweise zur Fütterung:
Besonders aromatische Sorten sollten nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Basilikum wird bevorzugt frisch gegeben und eignet sich am besten als abwechslungsreiche Ergänzung zur Frischfütterung.
Beliebtheit bei Rennmäusen:
Viele Rennmäuse nehmen Basilikum gerne an, besonders frische Blätter und Blüten. Stark aromatische Sorten stoßen anfangs jedoch teils auf Zurückhaltung.
Ältere, stark verholzte Pflanzenteile werden meist weniger gerne gefressen, werden dafür aber gerne als Nagematerial genutzt.
Bei einer abwechslungsreichen Ernährung gilt Basilikum als durchaus gern gesehene und beliebte Futterpflanze.
Besonders Blüten und Blätter können problemlos verfüttert werden.
Besonders interessant kann Basilikum bei trächtigen oder säugenden Tieren sein, denn er wirkt unterstützend bei der Milchproduktion, dennoch sollte stets eine Abwechslung angeboten werden.
Blühender Basilikum gilt als insektenfreundlich und wird häufig von Bienen und anderen Bestäubern besucht.
Basilikumsorten im Überblick
Basilikum zählt zu den besonders sortenreichen Küchenkräutern. Mittlerweile sind über 60 verschiedene Sorten bekannt, die sich teils deutlich in Aroma, Blattform, Farbe und Wuchs unterscheiden können.
Die meisten Basilikumsorten gelten als essbar und können als wertvolle Erweiterung des Futterplans ergänzend verfüttert werden.

Basilikum Typ "Genoveser"
Der Genoveser-Typ zählt zu den bekanntesten Basilikumsorten und bildet die Grundlage vieler klassischer Küchenbasilikum-Züchtungen. Typisch sind die großen, weicheren Blätter sowie das angenehm würzige Aroma.
Diese Sorte wird häufig verfüttert und von vielen Rennmäusen gut angenommen.

Zitrus-Basilikum
Basilikumsorten mit zitronigem oder limettenartigem Aroma. Bekannte Vertreter sind Zitronenbasilikum, Limettenbasilikum sowie Sorten wie „Sweet Dani“ oder „Mrs. Burns Lemon“.

Thai- und Gewürz-Basilikum
Besonders aromatische Sorten mit anis-, lakritz- oder gewürzähnlichem Duft. Hierzu zählen unter anderem Thai-Basilikum („Siam Queen“, „Horapha“), Anisbasilikum oder Lakritz-Basilikum.

Purpur- und Rotlaubige Sorten
Basilikumsorten mit rötlicher bis violetter Färbung.
Viele dieser Sorten besitzen ein etwas kräftigeres Aroma und werden häufig auch als Zierpflanzen kultiviert. Bekannte Vertreter sind „Dark Opal“, „Red Rubin“ oder „Purple Ruffles“.

Kleinblättrige und buschige Sorten
Kompakt wachsende Basilikumformen mit kleinen Blättern und dichtem Wuchs. Diese Sorten eignen sich besonders gut für Töpfe oder Balkonkästen und besitzen häufig ein etwas milderes Aroma.
Hierzu zählen unter anderem Griechisches Basilikum, „Spicy Globe“, „Piccolino“ oder Strauchbasilikum.

Wild- und Strauchbasilikum
Teilweise stärker aromatische oder ursprüngliche Basilikumarten mit unterschiedlichem Wuchs und Duftprofil. Einige dieser Sorten enthalten intensivere ätherische Öle und werden daher meist nur in kleineren Mengen verfüttert. Bekannte Vertreter sind Wildbasilikum, Afrikanisches Basilikum oder Campher-Basilikum.

Heiliges Basilikum / Tulsi
Traditionell vor allem in Indien genutzte Basilikumart mit intensiv würzigem Duft. Tulsi besitzt eine besondere kulturelle Bedeutung und umfasst verschiedene Formen wie Rama Tulsi, Krishna Tulsi oder Vana Tulsi.



